Allgemeinchirurgie

Forschung und Lehre

Lehre

An der Klinik für Allgemeinchirurgie setzen wir uns auch stark für Nachwuchsförderung ein und offerieren Plätze für das Praktische Jahr (PJ) und für Famulaturen. Dabei bieten wir unter anderem einmal wöchentlich Studierendenfortbildungen, tägliche Fallvorstellungen sowie Skill-Stations wie bspw. eine lapraskopische Tool-Box an. Alle PJ-Studierenden an unserem Haus erhalten die gleiche monetäre Zuwendung.

Forschung

Die Klinik für Allgemeinchirurgie nimmt an verschiedenen Therapiestudien (z. B. CAO-AIO-ARO-04-Studie und Color-II-Studie) im Rahmen ihres Behandlungsschwerpunkts Darmkrebs teil. Darüber hinaus forscht das Team um Prof. Dr. Fürst auch im klinischen Sektor, insbesondere zur minimalinvasiven Operationsmethode. Hierzu werden regelmäßig Publikationen veröffentlicht.

Mehr zu Publikationen

Minimalinvasive Operationsmethode zur Entfernung von Enddarmtumoren hat Vorteile für Patientinnen und Patienten

Die Vorteile der minimalinvasiven Operationsmethode („Schlüssellochtechnik“) bei Enddarmtumoren sind aktuell durch die weltweit größte wissenschaftliche Studie nachgewiesen worden. Über 1000 Patientinnen und Patienten mit Enddarmkrebs wurden untersucht, wobei ein Teil der Patientinnen und Patienten mit der offenen Operationsmethode und ein Teil mit der Operationskamera über kleinste Schnitte operiert wurde. Die erste Auswertung der Ergebnisse konnte zeigen, dass die neue minimalinvasive Operationsmethode sicher durchgeführt werden kann und eine Reihe von Vorteilen für die Patientin bzw. den Patienten bringt, insbesondere deutlich geringere Schmerzen, weniger Blutverlust, schnelleren Kostaufbau und kürzere Liegedauer im Krankenhaus. 

Die Studie konnte bei sehr tiefsitzenden Enddarmtumoren einen Vorteil für die Präzision der Operation herausfinden. Dies verwundert nicht, da die Operationskamera das Operationsfeld wie eine Lupe vergrößert und „näher am Geschehen“ ist als bei der herkömmlichen offenen Operation.

Prof. Dr. Fürst hat die Studie zusammen mit 30 weiteren europäischen und kanadischen Kliniken durchgeführt und hatte das Amt des Studienkoordinators für Deutschland und Osteuropa inne.

In einer von Prof. Fürst initiierten Analyse wurde darüber hinaus im Rahmen einer Doktorarbeit der Einfluss der minimalinvasiven Chirurgie (Laparoskopie) auf die zelluläre Immunität des kolorektalen Karzinoms untersucht. Dabei wurden folgende Ergebnisse festgestellt:

  • Jede Operation wirkt auf das Immunsystem und kann zu einer Entzündungsreaktion führen.
  • Dies kann eine lymphatische Gegenreaktion provozieren, was schließlich zur Unterdrückung der zellulären Immunität führt.
  • Dadurch wird ein negativer Einfluss auf die Tumorabwehr ausgeübt, das möglichweise zu einem Tumorrezidiv oder Metastasenwachstum führen kann.
  • In einer großen Metaanalyse wurde die minimalinvasive Chirurgie (Laparoskopie) mit der offenen Chirurgie und deren jeweilige Veränderungen in der zellulären Immunität beim kolorektalen Karzinom verglichen.
  • Hierbei zeigte sich nach der Laparoskopie eine signifikant höhere Zahl natürlicher Killerzellen und eine generelle Tendenz zu einer geringeren Anzahl von Entzündungszellen postoperativ.
  • Diese Daten weisen auf eine bessere Immunkompetenz nach minimalinvasiver Chirurgie hin.
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