Wenn jede Minute zählt: 10 Jahre Zentrale Notaufnahme

Die Zentrale Notaufnahme (ZNA) am Caritas-Krankenhaus St. Josef wird zehn Jahre alt – rund 325.000 Patientinnen und Patienten wurden seit der Eröffnung im April 2016 versorgt. Mit zuletzt mehr als 35.000 Patienten ist sie stärker gefragt denn je.

Rund 17 Millionen Euro investierte die Klinik damals in den Neubau: Auf etwa 1600 Quadratmetern entstanden 18 Behandlungsräume, darunter Schockraum, Eingriffs- und Isolationsbereiche sowie eine Beobachtungsstation mit sechs Betten. Die Notaufnahme galt als eine der modernsten in Deutschland.

Wie intensiv dort gearbeitet wird, lässt sich auch an Zahlen ablesen: mehr als 25.000 CT-Untersuchungen, 430 Kilometer Verbandsmaterial und 6.000 Liter Desinfektionsmittel stehen für einen Bereich, der pausenlos unter Strom steht. Täglich sind rund 30 Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegekräfte im Drei-Schicht-System im Einsatz, wo sie von Bagatellverletzungen über unklare Beschwerden bis hin zu lebensbedrohlichen Notfällen allem begegnen. 

Der Ton wird rauer
„Wir erleben jeden Tag, wie unterschiedlich Notfälle aussehen können“, sagt Dr. Andreas Hüfner, Chefarzt der Zentralen Notaufnahme. „Manchmal geht es um Sekunden. Dann wieder darum, Ruhe zu bewahren und klar zu priorisieren.“ Um die Patientinnen und Patienten bestmöglich zu behandeln, arbeitet das Team der Zentralen Notaufnahme nach dem Manchester-Triage-System: Speziell geschulte Pflegekräfte beurteilen die Dringlichkeit – nicht die Reihenfolge des Eintreffens zählt, sondern der medizinische Zustand. 

Und der ist nicht immer dringlich, wie Dr. Hüfner weiß: „Viele kommen zu uns, weil sie keinen zeitnahen Facharzttermin bekommen oder unsicher sind, wohin sie sich wenden sollen“, sagt Dr. Hüfner. Auch fehlende Kenntnisse über den ärztlichen Bereitschaftsdienst und deren Patientenservice-Hotline 116 117 spielten eine Rolle. 

Für Patientinnen und Patienten bedeutet das: Während lebensbedrohliche Fälle sofort versorgt werden, müssen andere oft warten. Das sorgt nicht selten für Unmut. „Die Geduld vieler Menschen hat abgenommen“, sagt Hüfner. Der Ton sei rauer geworden, die Erwartungshaltung höher. Umso wichtiger seien Transparenz, ein respektvoller Umgang und klare Kommunikation.

Blick nach vorn: Bauarbeiten bei laufendem Betrieb
Klare Kommunikation wird auch in den kommenden Jahren gefragt sein. Denn im Zuge der Generalsanierung wird ab Herbst rund um die Notaufnahme gebaut. Die ZNA selbst bleibt davon unberührt und durchgehend in Betrieb, allerdings entsteht ein zusätzliches Stockwerk über dem aktuellen Gebäude, in dem ein OP-Zentrum, Aufwachräume sowie die urologische Funktionsdiagnostik Platz finden werden. Ergänzt wird dies durch eine neue Liegendkrankenanfahrt an der Süd-Ost-Seite über die Hildegard-von-Bingen-Straße.

Zehn Jahre nach der Eröffnung zeigt sich: Der Neubau von 2016 war kein einmaliger Schritt, sondern Teil einer langfristigen Entwicklung. Die Zentrale Notaufnahme bleibt dabei Tag und Nacht ein Ort, an dem oft jede Minute zählt.

 

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