Nachruf: Wir trauern um Schwester Gerharda Wagner

Wir trauern um Schwester Gerharda Wagner, die am 6. Januar 2026 im Alter von 86 Jahren verstorben ist. Fast fünf Jahrzehnte war sie mit dem Caritas-Krankenhaus St. Josef verbunden. Von 1967 bis 2014 wirkte sie hier als Ordensschwester der Schwestern vom Heiligen Kreuz – einer Gemeinschaft, die das Haus über viele Jahrzehnte hinweg entscheidend mitgetragen hat.

Trauerbild Schwester Gerharda Wagner

Wir trauern um Schwester Gerharda Wagner, die St. Josef knapp 50 Jahre mit ihrem Wirken begleitet hat.

Schwester Gerharda war die letzte der Ordensschwestern, die ihren Dienst in der Klinik versah. Mit ihr endete die lange und prägende Zeit der Kreuzschwestern in St. Josef. Die Klinik war ihr Lebensort. Hier hat sie ihre Berufung in unterschiedlichen Bereichen gelebt. 

So prägte sie den Alltag der frauenchirurgischen Station als Stationsleitung mit Klarheit, Verlässlichkeit und einem hohen Anspruch an sich selbst und an andere. Sie war aufopferungsvoll, ehrlich und direkt. 
Manche empfanden sie als streng. Doch diese Haltung war getragen von Verantwortungsbewusstsein und Fürsorge. Ebenso wusste jeder, der sie kannte: Auf Schwester Gerharda ist Verlass. Sie war zuverlässig, geduldig und klar – Eigenschaften, die Orientierung gaben. 

Mit den Jahren verlagerte sich ihr Wirken in die Klinikseelsorge. Die Patientinnen und Patienten schätzen sie sehr, waren dankbar für den Rückhalt und die Unterstützung, die sie ihnen gab. 
Zudem bewies Schwester Gerharda ein ausgesprochenes Fingerspitzengefühl, für Menschen in Grenzsituationen: 

  • für Patientinnen und Patienten im Sterbeprozess, 
  • für Eltern, die mit einer schweren Diagnose für ihr Neugeborenes konfrontiert waren, 
  • für all jene, denen plötzlich der Boden unter den Füßen wegzubrechen drohte. 

Schwester Gerharda war da. Sie hörte zu. Sie schwieg, wenn Schweigen trug. Und sie fand Worte, wenn Worte nötig waren. 

Viele erinnern sich an eine kleine, fast unauffällige Geste, die einiges über Schwester Gerharda aussagt: Blumen, die Patientinnen auf Station nicht mitnehmen konnten, ließ sie nicht einfach vergehen. Sie brachte sie in die Kapelle und schmückte diesen Ort des Gebets und der Stille. So gab sie Dingen, die sonst verblüht wären, einen neuen Ort – eine kleine Geste, die viel von ihrer Haltung erkennen ließ.

Auch jenseits des Klinikalltags suchte sie die Stille: 

  • beim Spazierengehen, 
  •  in der Meditation, 
  • beim kunstvollen Besticken von Grußkarten – so liebevoll gestaltet, dass sie zeitweise sogar im Klinik-Kiosk verkauft wurden.

Wir verlieren mit Schwester Gerharda nicht nur eine ehemalige Mitarbeiterin. Wir verlieren einen Menschen, der dieses Haus über viele Jahre begleitet und geprägt hat, der immer nah bei den Patientinnen und Patienten war.

Ihren Mitschwestern und ihren Angehörigen sprechen wir unser herzliches Beileid aus und wünschen ihnen Kraft und Zuversicht für die kommende Zeit. Wir werden Schwester Gerharda in guter und dankbarer Erinnerung behalten.

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