Gesund für den Körper, gut fürs Klima

Das Caritas-Krankenhaus St. Josef geht beim Thema Verpflegung neue Wege. Mit der Planetary Health Diet stehen künftig mehr pflanzliche und weniger tierische Zutaten auf dem Speiseplan. Bei der Essensauswahl können Patientinnen, Patienten und Mitarbeitende jetzt gesunde Ernährung mit Klimaschutz verbinden.

„Zu viel Fleisch und zu viele tierische Fette fördern Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krankheiten wie Typ-2-Diabetes und sind mit verantwortlich für Tumorerkrankungen“, erklärt Prof. Dr. Sylvia Pemmerl, Geschäftsleitung und Medizinisch-Ärztliche Direktorin im Caritas-Krankenhaus. Deshalb stehen in St. Josef zukünftig mehr vegetarische und vegane Gerichte auf dem Speiseplan sowie noch mehr regionale und saisonale Zutaten. 

Patientinnen und Patienten sowie Mitarbeitende können täglich aus mindestens drei Mahlzeiten wählen, von denen eines an die Planetary Health Diet angelehnt ist. Ob Kichererbsen-Curry, Gemüsepfanne mit Tofu und Kartoffeln oder Geflügelgeschnetzeltes mit Ebly – sicher ist: Das Essen bleibt abwechslungsreich und schmeckt. Planetary Health Diet in St. Josef steht nicht für Verzicht, sondern für ein ausgewogenes Essensangebot. 

Lecker, gesund und nachhaltig

Das Essenskonzept lädt ein zu probieren, wie gut gesund und nachhaltig schmecken kann. Wer trotzdem lieber bei Currywurst und Co. bleibt, wird in St. Josef auch weiterhin satt: „Es geht nicht um strenge Regeln oder Verbote“, erklärt Prof. Pemmerl. „Wir möchten unseren Patientinnen und Patienten und den Mitarbeitenden ein Angebot machen, das gut schmeckt und dabei auch noch Krankheiten vorbeugt, das allgemeine Wohlbefinden fördert und gleichzeitig unser Klima schützt“. 

Die Zutaten bezieht die Krankenhausküche bevorzugt regional und saisonal – das sichert Frische und Qualität und unterstützt kurze Transportwege. Mit seinen Lieferanten teilt St. Josef hohe Qualitäts-standards, etwa mit einem Gemüseanbaubetrieb aus Regensburg-Winzer oder Obstlieferanten aus Lappersdorf. Fleisch stammt überwiegend aus Bayern und der Großlieferant für weitere Lebensmittel richtet sein Sortiment konsequent nach den Grundsätzen der Planetary Health Diet aus. 

Entwickelt wurde die Planetary Health Diet (PHD) von einem internationalen Wissenschaftlerteam der EAT-Lancet-Kommission 2019. Es stellte sich die Frage: Wie müssen wir uns ernähren, damit unsere Erde und wir Menschen gesund bleiben? Die wichtigsten Eckpunkte sind rasch aufgezählt: Fleisch- und Zuckerkonsum halbieren, Verzehr von Gemüse, Hülsenfrüchten, Nüssen und Obst verdoppeln, regional einkaufen und Abfälle reduzieren. Das Konzept macht deutlich: Gesundheit und Nachhaltigkeit gehören zusammen – auch auf dem Teller.

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