Warnung vor betrügerischen Schockanrufen

Die Bayerische Krankenhausgesellschaft (BKG) warnt vor derzeit vermehrt auch in Bayern auftretenden Schockanrufen. Es handelt sich um eine Betrugsmasche, bei der sich Kriminelle am Telefon als Klinikbeschäftigte ausgeben und Geld fordern. Das Caritas-Krankenhaus St. Josef gibt diese Warnung gerne weiter.

Achtung vor Schockanrufen

Bei den sogenannten „Schockanrufen“ behaupten die Anrufer, ein naher Angehöriger sei nach einem schweren Unfall oder aufgrund einer lebensbedrohlichen Erkrankung im Krankenhaus aufgenommen worden. Im weiteren Gespräch setzen die Betrüger die Angerufenen gezielt unter emotionalen Druck und fordern hohe Geldsummen. Angeblich sei die sofortige Zahlung notwendig, um eine dringend benötigte Behandlung, eine Operation oder die weitere medizinische Versorgung des Familienmitglieds sicherzustellen.

„Diese Anrufe sind perfide und zielen darauf ab, Menschen in einer emotionalen Ausnahmesituation zu schnellen Entscheidungen zu bewegen“, erklärt Katja Vogel, Leiterin der Unternehmenskommunikation von St. Josef. „Krankenhäuser fordern niemals telefonisch Geldzahlungen von Angehörigen, um medizinische Behandlungen durchzuführen oder fortzusetzen.“

Das Caritas-Krankenhaus St. Josef weist ausdrücklich darauf hin:

  • Krankenhäuser verlangen keine Barzahlungen am Telefon.
  • Medizinische Notfallbehandlungen werden nicht von einer vorherigen Zahlung abhängig gemacht.
  • Krankenhausbeschäftigte holen in keinem Fall Bargeld, Schmuck oder Wertsachen bei Angehörigen ab.
  • Persönliche oder finanzielle Daten sollten niemals an unbekannte Anrufer weitergegeben werden.

Wer einen entsprechenden Anruf erhält, sollte das Gespräch umgehend beenden und sich nicht auf Diskussionen mit dem Anrufer einlassen. Kontaktieren Sie die angeblich verunfallte Person oder andere Familienangehörige und melden Sie den Vorfall bei der örtlichen Polizeidienststelle.

Lieber selbst im Krankenhaus nachfragen

Betrüger setzen ihre Opfer bewusst unter emotionalen und zeitlichen Druck, damit sie außerstande sind, rationale Entscheidungen zu treffen. Potenzielle Opfer sind daher in jeder Alters- und Gesellschaftsschicht zu finden. Unter Verwendung von Künstlicher Intelligenz ist es möglich, Betrugsmaschen noch glaubhafter zu gestalten.

„Wer unsicher ist, ob ein Anruf tatsächlich von unserem Haus stammt, sollte sofort auflegen, die offizielle Telefonnummer des Krankenhauses wählen und sich direkt mit der entsprechenden Station verbinden lassen“, so die Empfehlung aus dem Caritas-Krankenhaus St. Josef.

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