"Niemand malt sich gerne aus, in welche Nöte er durch Krankheit, einen Unfall oder hohes Alter kommen kann", sagt Prof. Dr. Michael T. Pawlik, Direktor der Klinik für Anästhesiologie, Intensiv-, Notfall- und Palliativmedizin am Caritas-Krankenhaus St. Josef. "Von daher machen sich noch immer zu wenig Menschen Gedanken darüber, welche medizinische Maßnahmen sie in diesen Fällen für sich möchten oder ablehnen würden. Doch genau das wäre wichtig, wenn man möchte, dass eine Person des Vertrauens für einen handeln kann, wenn man dazu selbst nicht mehr in der Lage ist." Er spricht an dem Abend darüber, wie Kliniken mit der Problematik Patientenverfügung umgehen und wo Probleme entstehen können.
Juristische und ethische Fragen
Die juristischen Aspekte erläutert Notar Dr. Andreas Albrecht, darunter u. a. die ärztliche Indikation, notwendige Bestimmtheit, Kongruenz der Verfügung mit der aktuellen Situation, das Thema Widerruf oder die Wirksamkeit im Ausland. Auch die Behandlungswünsche in Verbindung mit einer Vorsorgevollmacht rücken immer mehr in den Fokus.
Ethischen und spirituellen Fragestellungen geht Pfarrer Dr. Christoph Seidl nach: Was sollte ich wozu regeln? Wie gehe ich damit um, dass verschiedene Situationen unterschiedliche Antworten benötigen? Wen kann und sollte ich einbinden. Die Kontexte Sinn und Vertrauen, Freiheit und Verantwortung werden hierbei in den Fokus rücken.
Der Eintritt ist frei
Der Infoabend findet statt am Montag, 19. Oktober 2026, um 19.30 Uhr im Pfarrheim Maria Himmelfahrt in Regensburg-Sallern, Amberger Straße 81. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten unter www.keb-regensburg-stadt.de oder per E-Mail an anmeldung@keb-regensburg-stadt.de.
Die Veranstaltung ist eine Kooperation von Caritas-Krankenhaus St. Josef, der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) Regensburg-Stadt sowie der Kolpingsfamilie Sallern.
















