Nur Sekunden nach dem Stromausfall sprangen die beiden je 400 Kilowatt starken Notstromaggregate an und versorgten alle sicherheitsrelevanten Bereiche mit Energie. Der Klinikbetrieb blieb stabil. Die Intensivstation, Operationssäle, Normalstationen und die Geburtshilfe konnten wie geplant arbeiten.
„Der Notstrombetrieb sowie die internen Abläufe haben zuverlässig funktioniert. Wir sind sehr zufrieden, wie alles gelaufen ist“, sagt Prof. Dr. Sylvia Pemmerl, Geschäftsleitung und Medizinisch-Ärztliche Direktorin in St. Josef. Wie bei jeder Übung hätten sich auch kleinere Punkte gezeigt, die verbessert werden könnten. „Doch genau darum geht es: Abläufe im geschützten Rahmen zu prüfen, um im Ernstfall bestmöglich vorbereitet zu sein.“
Patientenschutz oberste Priorität
Um die Situation möglichst realitätsnah zu gestalten, nahm das Krankenhaus bewusst Einschränkungen in Kauf. So waren an den Patientenbetten keine Steckdosen verfügbar, das Essensangebot war eingeschränkt. Geplante Operationen und Untersuchungen wurden an diesem Tag nicht durchgeführt. Für bereits aufgenommene Patientinnen und Patienten änderte sich an der medizinischen Sicherheit jedoch nichts. Medizinisch lebenswichtige Geräte sind mehrfach abgesichert: „Der Schutz unserer Patientinnen und Patienten hat immer oberste Priorität“, betont Prof. Pemmerl. Solche Übungen seien notwendig, um auch in Ausnahmesituationen handlungsfähig zu bleiben.
Das Caritas-Krankenhaus St. Josef übt im Schnitt einmal jährlich Katastrophenszenarien wie dieses und plant dies auch für die Zukunft. Ziel ist es, für den Ernstfall bestmöglich vorbereitet zu sein – in der Hoffnung, dass er nie eintritt.
















